Berufsbild Restaurator

Der Beruf des Restaurators ist bis auf das Bundesland Mecklenburg Vorpommern gesetzlich nicht geschützt. Somit kann sich jeder "Restaurator" nennen. Dass dies natürlich erhebliche Qualitätsunterschiede in der Ausführung von restauratorischen Aufträgen mit sich bringt, leuchtet jedem ein.

Darum haben wir uns für eine umfangreiche Ausbildung in Form eines Studiums entschieden. Davon profitieren Sie als Auftaggeber ebenso wie die Objekte die wir bearbeiten. Eine Restaurierung oder Konservierung hat nicht das Ziel, ein Objekt "wie neu" aussehen zu lassen, sondern respektiert die historische Alterung und somit z.B. auch Gebrauchsspuren. Ein Möbel, das in die falschen Hände gegeben wird, verliert oftmals durch die radikale Bearbeitung (z.B. Abbeizen oder Abschleifen) erheblich an finanziellem Wert. Deshalb hat ein modernes freiberufliches Restaurierungsatelier für Möbel auch nicht mehr viel mit einer Schreinerei gemeinsam, wie fälschlicherweise oftmals vermutet wird.

Ausbildung in Form eines Studiums:
Bundesweit wird die Ausbildung zum Restaurator im akademischen Studium an Fachhochschulen und Hochschulen vermittelt. In München besteht daneben seit über 30 Jahren die staatlich anerkannte Fachakademie für Restauratorenausbildung (FAK) des Goering Instituts. Besonderer Wert wird an der FAK auf die angewandte restauratorische Praxis gelegt, die hier mit etwa fünfzig Prozent des Studiums zum Restaurator einen breiteren Raum einnimmt.

Die zentrale Aufgabe von Restauratoren ist die Bewahrung und Pflege der Kunst- und Kulturgüter. Um den Anforderungen der modernen Restaurierung gerecht werden zu können, ist eine umfangreiche spezialisierte Ausbildung notwendig. Nur ein Studium versetzt den Restaurator in die Lage, ein Objekt von der Voruntersuchung, Analyse und Konzeptentwicklung über die eigentliche Konservierung oder Restaurierung bis hin zur notwendigen Dokumentation und weiterführenden Betreuung zu begleiten. Restauratoren benötigen umfassende handwerkliche Fähigkeiten und im Umgang mit Kunstgütern ein geschultes künstlerisches Einfühlungsvermögen. Sie müssen detaillierte Kenntnisse von historischen Erscheinungsformen ihrer Objekte und deren Materialien erwerben; dazu zählen neben dem kunsthistorischen Überblick auch ein fundiertes chemisches und physikalisches Wissen sowie Kenntnisse in anderen Nachbarwissenschaften. Die Ausbildung ist daher ein andauernder Prozess, der sich im Berufsleben fortsetzt und gezielte Weiterbildungen notwendig macht".

(Quelle VDR, Verband der Restauratoren)